Non­nen­horner Seglerverein e.V.

Liebe Mit­glieder und Gäste des Non­nen­horner Seglerverein e.V.,

seit diesem Jahr haben wir mit Hel­mut Sell­mair einen neuen Hafen­meis­ter, welcher am ver­gan­genen „Komm und See“- Woch­enende seine Feuer­taufe hatte. Für alle, welche sich kein Bild machen kön­nen, was solch ein Woch­enende an Streß und Arbeit für unseren ehre­namtlichen Hafen­meis­ter bedeutet, schilderte uns Hel­mut Sell­mair seine Erfahrun­gen.

 

Meine ersten prä­gen­den Erleb­nisse als Hafen­meis­ter,

Am Sam­stag, den 1.7. „Komm und See“ war der Andrang gewaltig. Hätte mir da nicht Fritz Sauter (Hafen­meis­ter a.D.) geholfen (oder besser: es gemacht, die Leute einzuweisen), wäre ich unterge­gan­gen. Wir brachten 22 Schiffe für die Über­nach­tung im Hafen unter!

Der Strom war auf­grund des Hochwassers noch abgeschal­tet. Das monierten einige Gäste und auch, daß sie beim Aussteigen am Fis­ch­er­steg nasse Füße bekom­men. Wir hat­ten doch glatt vergessen, zuvor den See abzupumpen… Bei den Blondi­nen mit High Heels wur­den nur die Fußspitzen naß. Die auf den größeren Schif­fen kon­nten auf den Schiff­san­legesteg herun­terklet­tern.

Am Son­ntag, den 2.7., rief mich Diet­mar an, daß da am Gastlieger ein Motor­boot grade mit dem Bug am Dal­ben scheuert. Ich dachte so an kleine Kratzer, kam und schaute nach. Es war durch das Schlechtwet­ter starker Wellen­gang. Was ich sah, war nicht schön. Der Dal­ben, der nur noch ca. 60 cm aus dem Wasser stand, hatte sich regel­recht in den Bug des Motor­boots gestem­pelt. Die stete Bewe­gung auf und ab hatte regel­recht den Bug wegge­fressen! Das Lam­i­nat der bei­den Boot­shälften hing bere­its breit auseinan­der und herunter. Es schaute aus, so etwa wie eine Roll on/Roll off Fähre, wenn sie bunkert. Der Eigner kam dann später und war begeis­tert (das zahlt die Ver­sicherung!). Eine Leine war geris­sen, alles für ein großes Motor­boot viel zu dünn, nur drei Leinen an Bord!

 

DalbenBootSchaden 01

DalbenBootSchaden 02-

 

Zur gle­ichen Zeit (!) wollte noch ein Segler (Boot ca. 10 x 3 m) anle­gen. Da es am Gast­platz nicht ging, wies ich ihn auf den Platz 52. Das passte auch. Sie hat­ten aber zum Anle­gen kein­er­lei Leinen vor­bere­itet! Als wir sagten, der Vor­mann soll eine Leine rüber­w­er­fen, wollte der die gesamte Leine wer­fen!!! Es war auch noch ein net­ter Kol­lege vom Wasser­burger Seglerverein da, der half, die Leinen wieder einzusam­meln. Das Schiff trieb trotz­dem der­weilen längs dem Schiff­san­leger. Wir haben es aber dann noch in die Bucht rein­bekom­men.

Am sel­ben Dal­ben, der am Sam­stag einen Boots­bug ver­nichtet hat, steckte nun am Son­ntag eine nagel­neue 30er Fest­macher­leine, mind. 10 m lang. Grund, warum sie so allein da war, war eine enge Schlinge um den Dal­ben mit einem Pal­stek oder ähn­lichem, in ca. 3 m Tiefe. Die Leine war also fest­gezurrt. Die hätte der Motor­boot­fahrer am Sam­stag gut brauchen kön­nen! So ungerecht ist manch­mal die Welt…

Ein Wasserwachtler rief mich Sam­stag abends noch, daß da einer seinen Großbaum nicht gesichert hat. Das stimmte auch, durch das Wellengeschaukel knallte der vom einen Want des Nach­bar­bootes zum Anderen. Ich sicherte den Baum mit einer eige­nen Leine. Am näch­sten Mor­gen war Boot, meine Leine und ein Fender des Nach­bar­bootes weg. 


Also ein inter­es­santes Woch­enende 
Hel­mut Sell­mair
Hafen­meis­ter Non­nen­horner Seglerverein e.V.

  

Go to top